Landunter am Hammer Bach Präsentation
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16:00 Uhr

Gesprächseröffnung & Kennenlernen

Wir bedanken uns herzlich für die Einladung und die Gelegenheit zu diesem gemeinsamen, vertrauensvollen Arbeitsgespräch.

Gemeinsames Ziel der Gesprächsrunde:

Die fachlichen und kommunalen Perspektiven der Stadt Viersen, des Wasser- und Bodenverbands Mittlere Niers sowie unserer Bürgerinitiative konstruktiv zusammenzubringen, um zukunftsfähige und nachhaltige Lösungswege für den Starkregenschutz in der Bockerter und Bebericher Heide zu erörtern.

Zum Auftakt des Austauschs schlagen wir eine kurze, ungezwungene Kennenlernrunde aller Beteiligten vor.

16:10 Uhr

Topographie Bockerter Heide / Bebericher Heide

Das hydrologische Nadelöhr im Einzugsgebiet des Hammer Bachs:

380 ha
Gesamtfläche
Areal der Bockerter und Bebericher Heide
30%
Versickerung
Geringe Infiltrationsrate aufgrund staunasser Böden
100.000m³
Oberflächenabfluss
Ca. 70 % des Regenwassers (bei einem Regenereignis N20 = 38,1 mm/h) fließen der Stadt entgegen

Die Gefahrenkette:

  • Geologie: Staunasse Lehmböden verzögern die natürliche Versickerung.
  • Nutzungswandel: Übergang von Beweidung zu Ackerbau vermindert den Wasserrückhalt.
  • Folgen: Ungebremster Wassereinstrom entspricht ca. 4.000 Tanklastzügen pro Stunde, die Oberböden auswaschen und Keller fluten.
16:20 Uhr

Starkregen 2025 in Mönchengladbach

Auswirkung auf Oberbeberich – Ein realer Ausblick:

Das extreme Starkregenereignis des Jahres 2025 im direkt benachbarten Mönchengladbach dient uns als konkreter und drängender Anschauungsunterricht:

Beobachtungen & Erkenntnisse:

  • Massive Überflutungen in topographischen Senken, ähnlich der Rinnenlandschaft Oberbeberich.
  • Überlastung herkömmlicher kommunaler Kanalsysteme bei solch extremen Niederschlagswerten.
  • Enorme Schäden an der Bausubstanz durch schlagartige, unkontrollierte Wassereinbrüche.

Relevanz für diesen Termin:

Die Simulationen verdeutlichen, dass Oberbeberich bei einer ähnlichen Unwetterzelle vor enormen, existentiellen Herausforderungen steht. Dezentrale Rückhaltesysteme in der Heide sind der einzig wirksame Schutz, um die Abflussspitzen vor dem Erreichen der Bebauung abzufangen.

16:25 Uhr

Aktivitäten der Bürgerinitiative

Ein Rückblick auf die bisherigen, gemeinsam erreichten Meilensteine:

21. Juni 2026
Auftaktveranstaltung

Auftakt am Bockerter Busch

Erfolgreicher Auftakt unter reger Bürgerbeteiligung. Vorstellung hydrodynamischer Modelle und Definition der Sorgenfelder.

02. Juli 2026
Ortstermin & Presseecho

Großer öffentlicher Ortstermin

Treffen am Regenrückhaltebecken Schmaler Weg (RRB II) mit Vertretern aus Politik, Behörden und Verbänden sowie der Presse.

22. Juli 2026
Kreisgespräch

Erstgespräch mit Kreisbehörden

Gesprächsrunde mit der Unteren Wasserbehörde und Unteren Naturschutzbehörde zur Abstimmung von Sofortmaßnahmen.

16:30 Uhr

Ideen zur Ursachenbekämpfung

Gemeinsame Ansätze zur Entlastung des Hammer Bachs und Schutz der Heide-Landschaft:

🏡 Selbsthilfe & Schutz

  • Privater Objektschutz (Kellerschächte abdichten)
  • Dezentrale Errichtung von Sandsackbarrieren
  • Eigenverantwortliche, naturnahe Landschaftspflege

🚜 Naturnahe Landwirtschaft

  • Anlage von Feldhecken zur Bremsschranke
  • Erosionsmindernde, konturnahe Bodenbearbeitung
  • Vertragsnaturschutz & Anlage von Streuobstwiesen

🛣️ Versickerungsfähige Wege

  • Entsiegelung überflüssig asphaltierter Feldwege
  • Einführung sickerungsfähiger Schotterdecken
  • Reduktion reißender Fließkanäle auf Wegen

🎓 Wissenschaft & AK

  • IWW RWTH Aachen Starkregen-Masterarbeit
  • Anregung gemäß Gemeindeordnung § 24
  • Gründung Arbeitskreis (Stadt, Kreis, BI, LWK)
16:40 Uhr

Übergabe Bürgerantrag gemäß § 24 GO NRW

Ein wichtiger Meilenstein unserer Zusammenarbeit:

Impulse des Bürgerantrags:

Der ausgearbeitete Bürgerantrag dient als formaler Impuls und rechtliche Grundlage (gemäß § 24 GO NRW), um verbesserte und naturnahe Starkregenschutzmaßnahmen partnerschaftlich voranzutreiben. Unser gemeinsames Ziel ist es, die Etablierung des vorgeschlagenen Arbeitskreises Starkregenschutz anzustoßen, um zukünftige Planungen von Stadt, Kreis, Verband, Landwirten und Bürgern eng abzustimmen.

Mit der Übergabe an Bürgermeister Hopp leiten wir gemeinsam das offizielle kommunalpolitische Verfahren ein, um dem Starkregenschutz dauerhaft die notwendige Priorität zu verleihen.

16:45 Uhr

Offener Dialog & Ausblick

Gemeinsame Perspektiven & Nächste Schritte:

Perspektive der Stadt Viersen

Gemeinsamer Austausch mit Bürgermeister Hopp zu den administrativen Schritten und der Etablierung des Arbeitskreises.

Perspektive des Verbands

Gedankenaustausch mit dem Geschäftsführer des Wasser- und Bodenverbands Mittlere Niers zu hydrologischen Handlungsspielräumen, dezentralen Rückhaltemöglichkeiten und Kooperationen.

Gemeinsame Wege

Vereinbarung konkreter nächster Abstimmungen und Vorbereitung des ersten offiziellen Termins für den Arbeitskreis.

Vielen Dank für die offene, lösungsorientierte und konstruktive Zusammenarbeit!